Selbstliebe und ein weicher Bauch
Montag, 5. Oktober 2009WER SEIN NATÜRLICHES SELBST LIEBT, IST FREI.
(Erläuterung: Selbst-Liebe ist nicht dasselbe wie Narzissmus. Narzissmus ist die Verliebtheit in ein Bild, das man von sich hat. Selbst-Liebe ist ein offenes JA zu allen Facetten unseres Wesens, die jetzt und hier in unserem Bewusstsein auftauchen.)
Als Coach und Lehrer lautet eine der häufigsten Fragen, die ich meinen Klienten stelle: „Was wollen Sie wirklich-wirklich?“
Warum “wirklich-wirklich”? Weil wir manchmal Dinge wollen, die zwar unser Ego belohnen, doch nicht unser Selbst nähren. Es ist meine berufliche Passion, Menschen darin zu unterstützen, in dem, was sie lieben, Erfolg und Erfüllung zu erfahren. Erfolg ist ein zweischneidiges Schwert – denn nicht jeder Erfolg schenkt uns auch Erfüllung. Wer sich dem Thema Erfolg nähert, erspart sich viel Leid, wenn er lernt, zwischen Ego-Lohn und Selbstliebe zu differenzieren.
DER UNTERSCHIED ZWISCHEN EGO-LOHN UND SELBSTLIEBE
Wir leben in einer Belohnungskultur. Von klein auf wird uns beigebracht, Freude mit Leistung zu koppeln.
- Wenn wir als Babys den Weg aufs Töpfchen finden, strahlen unsere Eltern.
- Wenn wir im Kindergarten artig sind, bekommen wir ein Bienchen.
- Wir stopfen in der Schule sinnlose Information in uns hinein, um gute Zensuren zu bekommen.
- Wir arbeiten ein Jahr hart, um uns mit zwei Wochen Urlaub zu belohnen.
- Wir kleiden uns, um Gefallen zu finden.
- Wir legen uns eine nette Fassade zu, um gemocht zu werden.
Belohnung ist in der westlichen Leistungsgesellschaft ein anerkanntes Prinzip. Wir haben uns kollektiv darauf geeinigt, dass dieses Prinzip die Basis für Wohlstand und Fortschritt ist.
Doch ist Belohnung auch die Basis für Erfüllung?
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